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Aufgrund der bekannten Benutzernamen und der ebenfalls bekannten Login-Seiten betrachten sie das Projekt wörtlich als “total verantwortungslos, unzureichend gesichert und leicht überwindbar” – sogar jetzt kann noch die Login-Maske aufgerufen werden, wenn man eine frühere URL des Wikis im Browser aufruft.Auch mehrten sich in den letzten Tagen diskrete Wortmeldungen von Grünen-Politikern, die für das Projekt als solches und die erneute schlechte Presse im Wahlkampf wenig Verständnis zeigen.In dieser Zeit herrschte dem Vernehmen nach auf dem Server der Stiftung Hochbetrieb: Mehrere Betroffene des Wikis sollen sich nach vorliegenden Informationen ihre eigenen “Akten” beschafft haben, und denken jetzt über eine juristische Verwendung gegen Kemper und den Verantwortlichen nach.Das Problem für die Stiftung: In den früheren Versionen der Beiträge wurden unter dem Nutzernamen ”Andreas Kemper” Versionen erstellt, die eindeutige und wenig freundliche Tatsachenbehauptungen enthielten.Gestern Abend hat dieser Autor mit der Veröffentlichung erster Details aus der angeblich geschützten Versionsgeschichte bei Twitter begonnen, und auf das Leak hingewiesen.Heute setzte bei Agentin ein Umdenken ein: Kurz und bündig erklärte bei Twitter, das Projekt ginge vorübergehend offline.Und Datenschutzbeschwerden und etwaige Abmahnungen wegen eines fehlenden Impressums machen das Denunziantenleben auch nicht schöner.

Da hatte sich aber schon gezeigt, dass die Mitarbeit beim Wiki bei weitem nicht so anonym und sicher war, wie es seitens der Verantwortlichen eigentlich geplant war: Der Autor dieser Zeilen konnte zeigen, dass man mit einer einfachen Suchabfrage, deren Funktion das Team der Böll-Stiftung offensichtlich nicht durchdacht hatte, eine Liste von Autoren des Systems ausspielen kann.

Nun erklärt Agentin.org: “Für uns bleibt die politische und gesellschaftliche Auseinandersetzung dazu eine Aufgabe, der wir uns stellen.”.

Sicherheitsexperten sehen das allerdings kritisch: Dem Vernehmen nach gibt es mindestens einen weiteren schweren Fehler, der jedoch nicht so leicht zu erkennen ist.

Der Verfasser warnte nach einer Diskussion mit Fachleuten den Projektleiter Henning von Bargen umgehend in einer Mail und öffentlich bei Twitter davor, das Wiki in der aktuellen Form weiter zu betreiben: Die Sicherheitsexperten hatten sich den Quellcode angeschaut und nach wenigen Minuten weitere schwere Lücken im System erkannt.

Ein “Hack” des Wikis war dazu gar nicht nötig – schon mit einer für Wikipedianer einfachen Spielerei bei den URLs war es möglich, auf fast alle Informationen zur Entstehung des Wikis zuzugreifen, die lediglich schlecht versteckt, aber dennoch sperrangelweit offen im Internet standen.

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